Knochenaufbau

Socket-, Ridge Preservation bei der Zahnentfernung (PRF)

Die Socket Preservation ist eine Behandlungsmethode bei der Zahnentfernung, die zum Ziel hat, den Kieferknochen weitestgehend zu erhalten und damit günstige Voraussetzungen für das Einbringen eines Implantats zu schaffen. Eine ähnliche Technik ist die Ridge Preservation.

Beschreibung

Definition

Socket Preservation

Dem Einsetzen eines Zahnimplantats geht zumeist eine Extraktion des beschädigten Zahns voraus, der ersetzt werden soll. Fehlt der Zahn, kommt es in der Regel zum Verlust von Kieferknochen. Ein möglichst vollständiger und gesunder Kieferknochenist jedoch wiederum die Voraussetzung, um künstliche Zahnwurzeln (Implantate) sicher zu verankern. Deswegen hat man sich in der Zahnmedizin schon seit langem damit beschäftigt, wie man bei der Zahnextraktion möglichst günstige Voraussetzungen schaffen kann, um das Knochenmaterial optimal auf das Einsetzen eines Implantats vorzubereiten. Eine Technik ist hier die sogenannte Socket Preservation.

Socket Preservation bedeutet übersetzt „Erhalt des Zahnfachs (Alveole)“. Diese Bezeichnung ist allerdings ein bisschen unpassend gewählt, da bei der Socket Preservation das Zahnfach nach dem Ziehen des Zahnes nicht erhalten wird, sondern stattdessen die Knochenregeneration unter Erhalt der Knochenwand gefördert wird. Das Ziel der Socket Preservation besteht darin, das Knochenvolumen zu erhalten und damit dann auch optimale Voraussetzungen für das Einsetzen eines Implantats zu schaffen.

Dafür wird direkt nach der Zahnextraktion das Zahnfach mit körpereigenem Knochen, Knochenaufbaumaterial oder einem Konzentrat von Regenerationszellen, welches aus dem Petientenblut gewonnen wird (PRF = Plasma Rich in Factors) aufgefüllt. Letzteres ist hier zu bevorzugen, da bei der Entnahme von körpereigenem Knochen ein zweites Wundgebiet geschaffen werden würde, was nach Möglichkeit vermieden werden sollte und fremdes Knochenersatzmaterial später mit großer Sicherheit wieder entfernt werden muss. Vielen Studien haben in der letzten Zeit den positiven Effekt von PRF, welches bei in der MKG Praxisklinik Mühlbachpark durch unsere spezialisierten Zahnärzte eingesetzt wird, auf die Knochenregeneration gezeigt. Anschließend wird die Wunde mit einer Naht verschlossen, die in der Regel nach etwa einer Woche entfernt werden kann, da die Mundschleimhaut unmittelbar beginnt, die betreffende Stelle zu ummanteln und damit natürlich zu verschließen. In einigen Fällen kann auch die Transplantation von Weichgewebe, beispielsweise aus dem Gaumen, oder das Verwenden einer Membran, sinnvoll sein.

Die MKG Praxisklinik Mühlbachparkverwendet die PRF-Methode seit 2008. Seit dem unsere Zahnärzte dieses Verfahren einsetzen hat der Bedarf an aufwendigen Knochenaufbauverfahren deutlich abgenommen. Zusammengefasst kann man also sagen, dass eine Socket Preservation bei der Zahnentfernung die Knochen- und Weichgewebesituation sichert und somit das Einbringen eines Implantats sehr oft deutlich vereinfacht. Die Methode ist für den Patienten meistens die bessere und günstigere Wahl als ein Knochenaufbau (Augmentation).

Ridge Preservation

Als Ridge Preservation bezeichnet man das oben beschriebene Verfahren, wenn größere Strecken behandelt werden, also mehrere aufeinander folgende Zähne entfernt werden mußten. Dann dient die Ridge Preservation der Erhaltung und der Regeneration des Kieferknochens. Im Prinzip funktioniert diese Technik also genauso wie die Socket Preservation.

Anders als bei der Socket Preservation ist es bei der Ridge Preservation jedoch häufiger notwendig Membranen oder Knochen- bzw. Knochenersatzmaterial zu verwenden, da die Defekte größer sind. Die Wunde wird auch in diesem Verfahren mit Nähten verschlossen, die nach ca. einer Woche entfernt werden , da die ehemalige Stelle des Zahns nach kurzer Zeit von der Mundschleimhaut auf natürliche Weise versiegelt wird.

Wie das Verfahren in Ihrem individuellen Fall möglich ist und durchgeführt werden kann, klären unsere Zahnärzte und Fachzahnärzte in der Praxisklinik Mühlbachpark mit Ihnen innerhalb eines umfangreichen Vorgesprächs und nach einer gründlichen Untersuchung. Sollte diese Methode angewendet werden können, stellt sie im Vergleich mit einem Knochenaufbau wie erwähnt die bessere Wahl dar, da sie weniger aufwendig und damit auch weniger kostenintensiv ist.

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