Zahnerkrankung

Zahnerkrankung

Unter einer Zahnerkrankung versteht man eine Erkrankung der Zahnhartsubstanz, zu welcher der Zahnschmelz und das Zahnbein gehören, oder des Zahnhalteapparats. Die bekanntesten Zahnerkrankungen sind Karies und Paradontitis. 

Allgemein / Beschreibung

Zahnerkrankungen, zu denen Erkrankungen der Zahnhartsubstanz und des Zahnhalteapparats zählen, können schwere Zahnschmerzen und -schäden bis hin zum Zahnverlust verursachen. Darüber hinaus, und das wissen viele Menschen nicht, sind Zahnerkrankungen oft auch für akute und chronische Leiden im gesamten Körper verantwortlich. Schon der legendäre Arzt und Philosoph Paracelsus sagte, dass an jedem Zahn ein ganzer Mensch hängt. Nach ganzheitlicher Theorie beeinflussen sich Zähne und Organe sowie Körperpartien sogar gegenseitig – sie sind über Meridiane (Energieleitbahnen) miteinander verbunden. Auch schulmedizinisch werden zwischen Zahnerkrankungen und chronischen Leiden wie Nacken-, Rücken- oder Kopfschmerzen Zusammenhänge gesehen. Im schlimmsten Fall führen sie sogar zu schweren Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Nicht umsonst heißt es, dass Gesundheit im Mund beginnt! 

Die häufigsten Zahnerkrankungen

Karies

Zahnkaries (Zahnfäule) ist eine Erkrankung der Zahnhartsubstanz und die häufigste Zahnkrankheit überhaupt. Karies entsteht, wenn durch bakterielle Säure der Zahnschmelz beschädigt wird. Dazu kommt es vor allem durch einen zu hohen Konsum von Zucker und säurehaltigen Lebensmitteln, aber auch durch schlechte Mundhygiene. Karies sieht durch die braun verfärbten Löcher im Zahnbein nicht nur unschön aus, sie kann auch die Empfindlichkeit des Zahns erhöhen und zu Mundgeruch und Zahnschmerzen führen. Im schlimmsten Fall führt Karies zu schweren Entzündungen und zum Zahnverlust.

Eine Besonderheit ist die schwere Zahnkaries bei Kleinkind. Dieses sogenannte „Nursing-Bottle-Syndrom“ wird durch ständigen Zuckerkonsum des Kindes verursacht, insbesondere durch zuckerhaltige Flüssigkeiten in der Nuckelflasche. Die Karies der Milchzähne kann anschließend auf die Karies der bleibenden Zähne übertreten.

Gingvitis

Der Begriff Gingvitis bezeichnet eine chronische oder akute Entzündung des Zahnfleischs, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Anzeichen für diese Zahnerkrankung sind gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, das zur Blutung neigt. Anfangs verursacht eine Gingvitis meist keine Schmerzen, später kann sie aber durch Übergang in eine Parodontitis zur Lockerung der Zähne bis hin zum Zahnverlust führen.

Parodontitis

Als Parodontitis wird eine von Bakterien verursachte Erkrankung des Zahnhalteapparates und Zahnfleischs bezeichnet. Die Parodontitis ist heutzutage leider weit verbreitet; die unbehandelte Gingivitis, Stress, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum gelten neben schlechter Mundhygiene als Hauptursachen für die Entstehung der Zahnhalteapparaterkrankung. Durch eine Parodontitis lockern sich die Zähne und drohen auszufallen. Die Parodontitis kann darüber hinaus aber auch zu einer Vielzahl von Allgemeinkrankheiten führen. Empfindliche und/oder lockere Zähne, Zahnfleischprobleme und Mundgeruch deuten auf die Zahnhalteapparaterkrankung hin, präzise feststellen lässt sie sich aber nur vom Zahnarzt mittels genauer Sondierung der Zahnfleischhöhen. Eine Parodontitis ist als chronische Erkrankung anzusehen und muss auch nach erfolgreicher Behandlung ständig kontrolliert und nachgesorgt werden.

Vorbeugung

Um der Entstehung von Zahnerkrankungen vorzubeugen, ist in erster Linie eine gute Mundhygiene zu empfehlen. Man sollte seine Zähne zwei- bis dreimal täglich zwei Minuten lang putzen. Darüber hinaus können eine gesunde, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt die Entstehung von Zahnerkrankungen oftmals verhindern.

Die MKG Praxisklinik Kaufbeuren ist als Zuweisungspraxis für chirurgische Fragestellungen nicht ihre erster Ansprechpartner für Karies, Gingivitis oder Parodontitis. Dennoch finden wir häufig diese Erkrankungen im Rahmen unserer Untersuchungen. In Absprache mit ihrer Zahnärztin bzw. ihrem Zahnarzt versuchen wir sie frühzeitig auf diese Probleme hinzuweisen und Ihnen Ihre Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Fragen zu Zahnerkrankungen

Ist es im Sinne der Zahngesundheit nach jedem Essen einen Zahnputz-Kaugummi zu benutzen, oder werden durch diesen die Kiefergelenke zu stark belastet?

Zu häufiges Kaugummi kauen strapaziert die Kiefergelenke in der Tat übermäßig stark. Deswegen ist es sinnvoll, einen Zahnputz-Kaugummi nur nach nach dem Konsum von stark säurehaltigen Getränken zu verwenden. Der Kaugummi regt die Speichelproduktion an, sodass die schädliche Wirkung der Säure auf den Zahnschmelz abgemildert wird.

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