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Zahnpasta

Im Durchschnitt verbraucht jeder ca. 5 Tuben Zahnpasta pro Jahr – Verwende ich die Richtige?

Bei dem großen Angebot ist es zwar nicht ganz einfach den Überblick zu behalten und es gibt keine universelle Antwort auf diese Frage, aber im Prinzip kann man das Angebot in unterschiedliche Gruppen einteilen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihre Zahnpasta die Richtige ist, sprechen Sie doch einfach Ihren Zahnarzt beim nächsten Termin darauf an.

Im Folgenden haben wir die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale aufgelistet. Wir haben aber bewusst auf die Nennung einzelner Produkte und Marken verzichtet.

Standardzahnpasta

Man kann aus einer Fülle von unterschiedlichen Marken auswählen. Wichtig ist, dass die Zahnpasta auf jeden Fall eine Fluoridverbindung enthält. Der gesetzliche Grenzwert beträgt 1500 ppm; dabei kann es unter normalen Umständen niemals zu einer Fluor-Vergiftung kommen. Daneben werden Schäummittel, Schleifkörper, Geschmacksstoffe, Farbstoffe, Netzmittel, Feuchthaltemittel und Konservierungsmittel zugesetzt. Von der Verwendung von fluoridfreien Zahncremes kann nur dringend abgeraten werden. Ist also letztendlich Geschmackssache ( mit Fluorid )...

Kinderzahnpasta

Prinzipiell ist sie genauso zusammengesetzt wie die Standardzahnpasta. Nur beschränkt der Gesetzgeber die Fluorid-Höchstmenge auf 500 ppm. Zu beachten ist auf jeden Fall, dass die Kinderzahnpasta keinen Zucker (der gerne wegen des Geschmacks zugesetzt wird) enthält. Es wird empfohlen prinzipiell diese nur bis zum 6. Lebensjahr zu verwenden.

Prothesenträger

Prothesenträger sollten eigene Zähne, falls vorhanden, mit einer Standardzahnpasta putzen. Für Kunststoffteile (Prothesenbasis bzw. Kunststoffzähne) ist diese aber tabu. Hier muss mit einer speziellen Prothesenzahnpasta gearbeitet werden, da die Schleifkörper in normalen Zahnpasten zum Abstumpfen und Rauhwerden des Kunststoffs führen würden.

Zahnaufhellung

Es gibt sehr viele Produkte auf dem Markt, die eine Aufhellung der Zähne versprechen. Meist wird mit relativ aggressiven Zusatzstoffen (Schleifmitteln) gearbeitet, die hauptsächlich oberflächliche Beläge (Teer, Kaffee, Tee) entfernen und auf Dauer zur Schädigung der Zahnhartsubstanz sowie überempfindlichen Zahnhälsen führen können. Eine dauerhafte und deutliche Zahnaufhellung lässt sich aber nur über Zahnbleaching erreichen.

Parodontitis

Zur unterstützenden Therapie der Parodontitis sollten in Zahncremes noch antibakterielle Zusätze (z.B. Triclosan) enthalten sein.

Erhöhtes Kariesrisiko

Patienten unter Bestrahlungen, Chemotherapien und mit Stoffwechsel- oder Speicheldrüsenerkrankungen haben ein deutlich erhöhtes Kariesrisiko. Auch bei Jugendlichen ist das Kariesrisiko häufig erhöht. Dann empfiehlt sich die Verwendung von Fluorid-Gelee, das es aber nur auf Rezept gibt.

Mundgeruch

Bei sogenannter Halitosis (Mundgeruch) können als unterstützende Maßnahme desodorierende Zahnpasten durch Zinkzusatz einen guten Effekt haben, jedoch liegt hier das Hauptaugenmerk auf einer guten häuslichen Mundhygiene mit Zungenreinigung und professioneller Zahnreinigung bzw. Parodontitis-Therapie.

Überempfindliche Zähne

Kaliumnitrat, Strontium-Verbindungen und Aminfluorid sollen die starke Überempfindlichkeit von Zähnen gegen heiß, kalt, süß und sauer herabsetzen und sind somit in speziellen Zahncremes enthalten. Welche Ihnen genau helfen kann, ist individuell verschieden. Also am besten ausprobieren...

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